Viele der Rituale rund um den Abakus haben auch das Leben und das Bewusstsein der Apfelmänner verändert. Sie sind feste Bestandteile in ihrem Jahreslauf geworden.

Beispielsweise der gemeinsame Marsch am 29. Dezember von der Brennerei hinunter nach Puch und den gegenüberliegenden Hügel hinauf zum Lager.

Acht Kilometer sind das insgesamt, mit über 20 Kilo Schnaps auf dem Rücken. Eine ganz schöne Strapaze. Doch sie wird nicht als solche wahrgenommen. 

„Dieses Ritual ist für mich der Moment, in dem ich mit dem zurückliegenden Jahr abschließe“, sagt Matthias Weingartmann, einer der Apfelmänner.

„Ich trage durchs Dorf, wofür ich das ganze Jahr gearbeitet und mein Bestes gegeben habe.“ Ob dieser Abakus wirklich der beste aller Apfelschnäpse ist? Schwer zu sagen. Es lohnt aber auf alle Fälle, diesen weichen, vielschichtig aromatischen Brand zu kosten. Immer wieder.

Denn auch wenn die Rituale stets die gleichen sind. Der Abakus schmeckt jedes Jahr ein bisschen anders.