Drei Tage gehen sie in der schmucken Brennerei ihres Mitglieds Franz Pieber in Oberfeistritz in Klausur. Auch die Nächte verbringen sie während dieser Zeit dort. Die intensive Gemeinsamkeit ist allen wichtig.

Sämtliche Entscheidungen fällen die Apfelmänner zusammen, sowohl über die Apfelsorte, die gebrannt werden soll, wie auch während des Brennvorgangs. 

Abgestimmt wird geheim, mittels heller und dunkler Holzkugeln, die in einen Korb geworfen werden. Jeder in der Gruppe hat andere Stärken. Durch dieses Prozedere werden sie gebündelt.

„Der Apfelmann gehorche beim Brennen dem Rat der Apfelmänner, von welchem er selbst nur ein nichtswürdiger Teil sei“, heißt es im Regelwerk.

Viele Rituale sind eng mit der Geschichte der Kirche von Puch verknüpft: Den Raben, der auf dem Altarbild zu sehen ist, erkoren die Apfelmänner zu ihrem Emblem. Und weil die Kirche 1444 geweiht wurde, werden jedes Jahr 1.444 Flaschen Abakus abgefüllt.

Auch die Lagerstätte des Abakus ist sowohl mit örtlichen Traditionen wie auch mit brennmeisterlichen Erkenntnissen verbunden.

Sie liegt oberhalb von Puch in einem Gewölbe aus Lehmziegeln. Diese  sorgen das ganze Jahr über für gleichbleibende Temperaturen.