„Ein Skiurlauber wird meist nur dann zum echten Klimaschützer, wenn es mit wenig Aufwand verbunden ist.“

Dies stellte die Sportwissenschaftlerin Pamela Wickert in einer empirischen Studie fest, die sie 2016 an der Deutschen Sporthochschule in Köln durchführte.
Sie hatte 523 Schneesporttouristen zu ihrem Verhalten befragt und festgestellt, dass diese zwar mit einem Wert von 3,69 von maximal 5 Punkten ein relativ hohes Umweltbewusstsein hätten.
„Dass dies aber auch ein umweltfreundliches Verhalten im Sinne eines geringeren CO2-Fußabdrucks nach sich zieht, kann durch die Studie empirisch nicht bestätigt werden.“
Vielmehr stützt Wickers Untersuchung frühere Studienerkenntnisse: Menschen verhalten sich nur dann umweltfreundlich, wenn der damit verbundene Komfortverlust und finanzielle Aufwand nicht hoch sind.

„Environmental Value-Action Gap“ heißt der Fachbegriff.

Wenn es gelingt, diesen „Gap“ zu überbrücken – wenn also klima­freundliches Verhalten am Urlaubsort so einfach ist, dass es praktisch zur Selbstverständlichkeit wird – fühlen sich nach Wickers Studie auch entsprechend viele Wintersport-Touristen zum Mitmachen animiert.
Was auch wichtig ist, so Pamela Wicker im Resümee ihrer Studie von 2016: Winter-Touristen, die ja vom klimawandel-bedingten Schneemangel in ihrem Sport ganz unmittelbar betroffen sind, für die klimatischen Auswirkungen ihres eigenen Verhaltens stärker zu sensibilisieren ...