Wie schätzen Klima-Wissenschaftler die Situation in der Silvretta-Arena ein?

„Grundsätzlich belastet natürlich jeder Alpinskibetrieb das Klima. 
Im Vergleich mit alternativen Tätigkeiten, für die beispielsweise keine Aufstiegshilfen und Pistenpräparierung benötigt werden, gehört Skifahren eher zu den CO2-intensiven Beschäftigungen. Ein Spitzenreiter wie z. B. Fernreisen ist es aber sicher auch nicht“, sagt Professor Michael Lehning vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos.
„Das Konzept von Ischgl scheint weitgehend seriös; die Kompensation mit Waldaufforstung stellt eine Klimaneutralität her, die korrekt ist. Aber natürlich ist es immer besser, die Dinge vor Ort ins Gleichgewicht zu bringen“, stellt Lehning fest.
„Deshalb wären als zusätzliche Maßnahmen sicher die Installation weiterer Photovoltaik-Anlagen auf bestehenden Gebäuden ein guter Schritt, sowie die Reduzierung des Energieverbrauchs bei Pistenpräparation, Hotellerie und Nahverkehr – und der Anreise.“

Was ist noch zu tun?

Die Gastronomie im Skigebiet schlägt bei der CO2-Bilanz mit einem überraschend hohen Wert zu Buche.
Das liegt auch daran, dass jedes einzelne dort verarbeitete Produkt erfasst und mitsamt seinem Transportaufwand eingerechnet wurde.
„Daran wollen wir arbeiten“, sagt Günther Zangerl: